Überwintern von Bikes

  • Zum Einmotten
    sollte man über Winter den Tank komplett voll machen, das Benzin im
    Vergaser ablassen.
    Zusätzlich schließe ich den Choke Hebel und
    drehe vorsichtig im Kickstarterhebel, bis der Kolben komprimiert. Die
    Ventile sind dann geschlossen.


    Zusätzlich kann man den
    Auspuff mit einem Öllappen zustopfen.


    Es gibt auch Leute,
    welche die Zündkerze kurz herausschrauben, um den Brennraum mit
    Sprühöl zu benetzen.


    Es ist sinnvoll, lange benutztes Öl
    abzulassen.
    Altes Öl enthält teilweise Kondenswasser und Saure
    Verbrennungsrückstände, die unter ungünstigsten Umständen das
    Motorinnenleben angreifen könnten.


    In dem Falle sollte aber
    neues Öl, es kann billigstes sein, oder sogar spezielles Lagerungsöl
    übervoll aufgefüllt werden.


    Wichtig ist das Fetten der
    Kette, damit sie nicht rostet.


    Reifendruck sollte hoch sein,
    damit Decken nicht Plattstehen.
    Bei Seitenständern ist Aufbocken
    hilfreich.


    Vor der Winterpause sollte man das Bike gut
    reinigen und Trocken fahren.


    Ich selbst benetze alle
    korrosionsanfälligen Teile am liebsten mit Silikonöl, das ist
    preiswert und bietet Maximalen Schutz.
    Im Gegensatz zu den
    meisten anderen Mitteln greift es Kunststoffe und Gummi nicht an.


    Man sollte aber mit der Sitzbank, den Fußrasten und den Reifen
    aufpassen, da es jegliche Oberflächen extrem gleitfähig macht.



    Die Lagerung des Bikes sollte in belüfteten, trockenen
    Räumen Stattfinden.
    Ein Bettlaken eignet sich bestens zum
    Abdecken.


    Sollten die Räumlichkeiten für die Überwinterung
    nicht besonders trocken sein, sollte man eine Art Motorradgarage
    einsetzen, wie zum Beispiel unter:
    http://www.corrodom.de
    gezeigt.


    Batterie:


    Die 6V Batterie würde ich ausbauen,
    da sie permanent Säuredämpfe von sich gibt, die das Umliegende
    Metall angreifen.


    Bei dem 12V Gelakku ist nichts zu beachten,
    man sollte ihn jedoch nicht an normale Ladegeräte anschließen, da
    das diese speziellen Akkus meist sehr schnell Ruiniert.
    Info:
    Eine 12V DAX springt auch dann an, wenn die Batterie vollständig
    entladen ist.

  • Wenn es wirklich
    Wasser im Vergaser ist/war, gibt es da ein kleines Hilfsmittel:


    Einfach ein wenig Brennspiritus oder reinen Alkohol (ohne
    Zucker!) mit ins Benzin geben.
    Wasserreste werden dadurch
    gebunden und problemlos mit verbrannt.
    Professioneller ist da das
    Produkt Speed von Liqui Molly, das ist unter anderen für diesen
    Zweck hergestellt.


    Einige Vergaser, speziell die älteren,
    haben einen kleinen Messingstift an der Seite montiert, der von unten
    mit einem kleinem Loch versehen ist.
    Das dient der
    Vergaserentlüftung.
    Wenn bei Regen Wassertropfen ´dranhängen,
    läuft der Vergaser nicht richtig.
    Ob durch die Bohrung auch
    Wasser eindringt oder unter ungünstigen Fällen sogar angesaugt
    werden kann, kann ich nicht sagen.


    Ich entferne jedoch immer
    die Spitze des Messingstabes, damit ein größeres Loch entsteht und
    stecke einen zur Fahrbahn geneigten, unten schräg abgeschnittenen
    Schlauch ´drauf.


    Der Vergaser funktioniert dann bei Regen
    auf alle Fälle besser, Wasser hatte ich bisher auch nicht in der
    Schwimmerkammer.